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Internetintendanz: Öffentlich-rechtliches Internet jenseits der Anstalten

Short thesis

Die neuen technologischen Möglichkeiten des Internets erfordern einen neuen öffentlich-rechtlichen Ansatz. Die Senderlogik der bestehenden öffentlich-rechtlichen Anstalten steht dem jedoch ebenso entgegen, wie rundfunkrechtliche Einschränkungen. Mit der Etablierung einer Internetintendanz jenseits der bestehenden Anstalten ARD, ZDF und Deutschlandfunk könnte hingegen ein Beitrag für öffentlich-rechtliche Räume im Netz - Public Open Spaces - geleistet werden.

Description

Die Notwendigkeit für eine Neuordnung öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Zeitalter ist evident und wenig umstritten. Jenseits von unmittelbaren Wettbewerbern gibt es einen breiten Konsens hinsichtlich des Bedarfs nach starken, pluralistischen und qualitätsvollen öffentlich-rechtlichen Angeboten im Netz. Die meisten der diesbezüglichen Vorschläge beziehen sich aber auf bestehende Einschränkungen wie das Verbot presseähnlicher Angebote oder den Zwang zum Sendungsbezug.

Woran es jedoch bislang fehlt, ist an einem innovativen Konzept für eine alternative Vergabe von Beitragsmitteln, kurz: für die Gestaltung einer modernen, unabhängigen Öffentlichkeit jenseits bestehender öffentlich-rechtlicher Anstalten. 

Basierend auf meiner bald zweijährigen Erfahrung als Mitglied des ZDF-Fernsehrats, skizziert der Vortrag mögliche Aufgaben und Strukturen einer Internetintendanz wie Vergabe von Mitteln an Dritte, Kuratierung von Inhalten für ein öffentlich-rechtliche Plattformen sowie Koordination von Mediathekenentwicklung auf Basis quelloffener Software.  

Speakers