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“You know nothing, Laowai!” Ein top secret Briefing zu Chinas Onlinekultur hinter der Great Firewall

Short thesis

POP! Da platzt sie, die chinesische Internetblase. Oder etwa doch nicht? Wenn wir ehrlich sind, wissen wir ziemlich wenig über Chinas Internetkultur. Höchstens noch, dass die uns vertrauten Plattformen von Facebook bis YouTube dort kaum eine Rolle spielen. Doch wie funktioniert das “Chinternet” für 1 Milliarde Netizens dann, und worüber wird und darf online gesprochen werden? Wir laden zu einem Cyberbriefing über Codes, Trends und Gefahren im chinesischen Onlineuniversum. Aber pssst - alles top secret!

Description

Das chinesische Internet ist die letzte große Unbekannte unserer Zeit! Okay, vielleicht ist das etwas zu hoch gegriffen. Aber wahr ist: Wir wissen hierzulande ganz schön wenig über Trends und Funktionsweisen in Chinas digitalem Paralleluniversum, das durch die Unzugänglichkeit von Online-Diensten aus dem Westen ein komplettes Eigenleben entwickelt hat. Doch wie kann es eigentlich sein, dass wir so wenig voneinander wissen, obwohl wir so gut vernetzt sind, wie noch nie? Wir möchten unter anderem Unterschiede, Ähnlichkeiten und Zusammenhänge zwischen Katzen- und Pandavideos aufzeigen, die krassesten Funktionen von WeChat diskutieren und so ein wenig zum digitalen Kulturaustausch beitragen. Deshalb setzen wir die Nadel an und pieksen mit den spannendsten Fragen rund um das chinesischsprachige Onlineuniversum ein Loch in die Internetbubble:

Wer sind die digitalen Schwergewichte im bevölkerungsreichsten Land der Erde? Welche Geschichten und Memes gingen in letzter Zeit viral? Und kann man sich wirklich einen kambodschanischen Pass über TaoBao, das chinesische Pendant zu Amazon, bestellen? Diesen und weiteren (POP-)kulturellen Fragen von Alibaba bis Zensur gehen wir in unserer Session auf den Grund. Wir möchten das wissbegierige re:publica-Publikum in einem Briefing im “Secret Service”-Stil hinter die Great (Fire)Wall blicken lassen.

Da Gespräche zu diesem Thema gerne in orwellsche Schwarzmalereien umschlagen, wollen wir ein bisschen Theater spielen und die re:publica-Stage in einen “Situation Room” verwandeln. Das Licht ist gedimmt, das Publikum wird gemeinsam mit drei Agent*innen Teil der Szenerie und Zeugin eines Briefings zu den wichtigsten aktuellen Geschehnissen im chinesischen Internet, das mehr umfasst als die Sanktionierung übermäßigen Klopapiergebrauchs in öffentlichen Toiletten. In diesem fiktiven Setting stellen wir uns mit einer guten Portion Ironie unseren größten Sorgen und Vorurteilen rund um den digitalen Riesen im fernen Osten - und stellen uns der Frage, was das Geschehen dort drüben eigentlich mit uns zu tun hat.

Wir brauchen dafür nicht viel mehr als ein paar Requisiten, Ihr braucht Aufgeschlossenheit, Neugier und ein kleines bisschen Humor.

Traut Ihr Euch, die chinesische Internetblase zum Platzen zu bringen?