Stage T
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German
Workshop
Everyone
Strategien für vielfältigen Journalismus

Short thesis

Die Journalismuspreise gingen in 2017 zum Großteil an Männer, journalistische Jahresrückblicke kamen teilweise sogar ganz ohne Frauen aus. Journalist*innen of Color werden dafür gelobt, dass sie „so gut deutsch“ können. Journalist*innen mit Behinderung, die nicht zu Inklusion schreiben, gibt es fast nicht. Studien belegen: Die meisten Journalist*innen entstammen akademischen Familien. Journalismus soll die Gesellschaft abbilden – aber wie kann vielfältiger Journalismus eigentlich funktionieren? 

Description

Keine Gerechtigkeit, zu wenig Chancen auf eine angemessene Verteilung von Bildung und Einkommen, zu viel kleingeistiges Führungspersonal in der Politikwelt – gute journalistische Arbeit ist wichtiger denn je. Aber vertreten wir Journalist*innen eigentlich die Vielfalt, die wir einfordern? Wie kann vielfältiger Journalismus funktionieren, wenn Journalist*innen fast ausschließlich akademischen Familienbackground haben? Woher sollen die guten Sozialreportagen kommen? Wie können neue Perspektiven erzählt werden, wenn nicht von den Menschen, die diese Perspektiven selbst haben? Was kann abseits von (Frauen-, Migrant*innen-, Behinderten-)Quoten für eine diversere Förderung von Talenten getan werden? Wie geht gendersensibler Journalismus? Wer erzählt Geschichten und wer sind die Protagonist*innen? 

Wo und wie können wir alle anfangen (oder weitermachen), mit Blick auf Vielfalt journalistisch gut zu arbeiten? 

Wir möchten gemeinsam mit Euch Strategien entwickeln – für einen vielfältigen Journalismus, der eine vielfältige Gesellschaft abbildet.