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Smart Cities, grüner Kapitalismus und die Zukunft der Mobilität

Short thesis

Unternehmen des Digitalen Kapitalismus versuchen, der Mobilität der Zukunft ihren Stempel aufzudrücken, sich als smarte und ökologische Alternative zum „grauen Kapitalismus“ darzustellen, dabei aber ihre plattform-kapitalistischen Geschäftsmodelle zu etablieren.
Wir diskutieren Möglichkeiten dem Zangengriff zwischen grauem Wirtschaften („Der Diesel wird noch gebraucht“) und disruptiven Plattformen à la Uber zu entkommen und Alternativen zu entwickeln.

Description

Der Dieselskandal hat es an den Tag gebracht: Das Ende des fossilen Modells ist näher gekommen. Herausgefordert wird dieser «alte Kapitalismus» allerdings nicht durch soziale Bewegungen oder emanzipatorische Entwicklungen. Die Bedrohung kommt aus dem Herzen des gegenwärtigen digitalen Kapitalismus. Unternehmen wie Tesla, aber auch Google und Co. versuchen, mit ihren plattform-kapitalistischen Geschäftsmodellen Fuß zu fassen und fordern die etablierten Player heraus.

Es gilt, eine dritte Perspektive auf die Mobilität der Zukunft zu etablieren, die ebenfalls post-fossil, algorithmisch und vernetzt ist. Sie sollte allerdings die Städte in den Vordergrund rücken, den öffentlichen Verkehr in den Fokus nehmen und offene Datenregime etablieren. Eine solche Perspektive muss sowohl der kriminellen Automafia als auch den Datenmonopolen aus dem Silicon Valley eine soziale, moderne, öffentliche und kollaborative Variante einer digitalen Mobilität für alle entgegenhalten.

Bei der Rosa Luxemburg Stiftung ist eine Studie von Timo Daum erschienen: "Das Auto im digitalen Kapitalismus. Dieselskandal, Elektroantrieb, autonomes Fahren und die Zukunft der Mobilität". Die Studie kann kostenlos downgeloaded oder ein Print-Exemplar bestellt werden: https://www.rosalux.de/publikation/id/38652/