2017-10-30
#rpDUB-Rückblick: Wie das Internet der Dinge Verantwortung lernen kann

Im Jahr 2020 werden schätzungsweise über 20 Millionen Gegenstände miteinander vernetzt sein. Mit dem immensen Wachstum von Sensoren, Daten und Geräten steigt auch das Verlangen nach mehr Transparenz. Auf der re:publica Dublin gab es dafür einen offenen Raum für Diskussion. Beim Talk "Trust me! The need for security and transparency in innovation age" ging es vor allem darum: Wie kann sichergestellt werden, dass persönliche Daten verantwortungsvoll behandelt werden?

Der persönliche Nachweis über die eigenen Daten

Speakers at the IoT panel at #rpDUB

Speakers at the IoT panel at #rpDUB; photo credit: re:publica (CC BY-SA 2.0)

"Privatsphäre bedeutet nach eigenem Ermessen zu entscheiden, welche Informationen man teilen möchte. Dieses Recht muss auch im Internet der Dinge gelten", stellte Angelo Capossele von Digital Catapult ausdrücklich klar. Der IoT-Daten-Experte arbeitet an dem Projekt "Personal Data Receipt". Damit erhalten Nutzer einen eindeutigen Beleg über die Verwendung der eigenen Daten. Aber auch Firmen und Organisation werden unterstützt, rechtliche Vorgaben zur neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung einzuhalten.

Trust Cards – Checkliste für Entwickler und wissenschaftliche Organisationen

Die IoT European Platforms Initiative hat eine Checkliste für Entwickler und Institute entworfen. "Wir nutzen die 'Trust Cards' in unseren eigenen Forschungsprojekten, um einerseits Herausforderungen in der frühen Produktentwicklungsphase zu adressieren. Andererseits wollen wir die Gesellschaft auf die digitale Transformation vorbereiten", erklärte Richa Sharma vom Fraunhofer IAIS. Bei den "Trust Cards geht es darum, eine leicht zu verstehende Datenschutzbestimmung zu entwerfen. Auch ist wichtig, wie eine UserIn ihre zur Verfügung gestellten Daten wieder zurückziehen kann. So sollen nutzerzentrierte Themen wie Sicherheit und Transparenz mehr in den Vordergrund gestellt werden. Wir sind gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt!